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DJI Osmo 360 II: Das ändert sich gegenüber Osmo 360, GoPro Max2 und Insta360 X6

Allgemein

DJI bringt mit der Osmo 360 II heute die zweite Generation seiner 360°-Kamera in den Schweizer Handel. Was die neuen Features bringen und wie sie gegen GoPro und Insta360 abschneidet.

DJI Osmo 360 II in der Hand: Das rückseitige Display zeigt eine 8K-Aufnahme mit 100 % Akku, die neue 360°-Kamera im Vergleich zu GoPro Max2 und Insta360 X6.
DJI Osmo 360 II in der Hand: Das Display zeigt eine 8K-Aufnahme; im Artikel steht sie im Vergleich zu Osmo 360, GoPro Max2 und Insta360 X6. Bild: KI-generiert

Das Wichtigste in Kürze

DJI hat seine zweite 360°-Kamera fertig: Die DJI Osmo 360 II löst nach gut einem Jahr die erste Osmo 360 ab und tritt mit nativem 8K/60fps-Video, überarbeiteter Nachtaufnahme und einem Detail an, das viele Nutzer der ersten Generation vermisst haben: wechselbare Objektive. Der Verkaufsstart in Europa ist auf den heutigen 15. September 2026 terminiert, parallel dazu ist die Kamera bereits bei Schweizer Händlern wie Digitec und im Preisvergleich auf Toppreise.ch gelistet.

Was ist neu gegenüber der ersten Osmo 360?

DJI hat bei der Osmo 360 II an praktisch jeder Stellschraube gedreht, ohne das Kerndesign zu verändern: Gewicht (183 g) und Abmessungen (61 × 36,3 × 81 mm) bleiben laut DJIs offizieller Produktseite exakt gleich wie beim Vorgänger. Verändert hat sich vor allem, was unter der Haube passiert: ein quadratischer HDR-Bildsensor im 1-Zoll-Format, der laut DJI die Sensorauslastung um 25 Prozent gegenüber einem klassischen 1-Zoll-Sensor bei gleichem Bildfeld erhöht.

EigenschaftOsmo 360 (Vorgänger)Osmo 360 II
Max. 360°-Video8K/50fps8K/60fps
Dynamikumfang13,5 Blendenstufen14,5 Blendenstufen
Zeitlupe4K/100fps4K/240fps nativ, bis 64x per DJI Studio
Zeitraffer8K16K
Vortex-Modus6K/120fps8K/120fps
Objektivefest verbautwerkzeuglos wechselbar
Akku1950 mAh2150 mAh (Laufzeit unverändert 100 Min. bei 8K/30fps)
FotoformatJPEG, 120 MPJPEG und RAW, 120 MP, HDR-Panoramafotos

Die wichtigste praktische Neuerung dürfte für die meisten Nutzer die wechselbaren Objektive sein. Bei einer 360°-Kamera stehen die Linsen zwangsläufig aus dem Gehäuse heraus und sind entsprechend anfällig für Kratzer und Stürze. Bei der ersten Osmo 360 bedeutete ein beschädigtes Objektiv den Weg zum DJI-Support, bei der Osmo 360 II lässt es sich mit dem separat erhältlichen Lens Replacement Kit selbst tauschen. Die Linsenoberfläche ist zudem mit einer zweiten Generation der Ionen-Sputter-Beschichtung versehen, die laut Testergebnissen von drohnen.de 2.000 Reibungen mit Stahlwolle übersteht, ohne die Bildqualität zu beeinträchtigen.

Auf der Software-Seite bringt DJI mit AI SuperNight 2.0 einen überarbeiteten Rauschunterdrückungs-Algorithmus für Low-Light-Aufnahmen und mit Spotlight Follow ein automatisches KI-Tracking, das bisher der Osmo-Pocket-Reihe vorbehalten war. Es funktioniert allerdings nur bis maximal 4K/30fps. Wer sich generell für den Einsatz von KI-Werkzeugen in der Videoproduktion interessiert, findet in unseren Kursen für AI-Videos einen praxisnahen Einstieg. Passend dazu haben wir im Mai bereits den DJI Osmo Mobile 8P vorgestellt, der ähnliche KI-Assistenz-Features auf das Smartphone bringt.

DJI Osmo 360 II im Vergleich: GoPro Max2 und Insta360 X6

Die Osmo 360 II tritt nicht in ein Vakuum: Insta360 hat seine X6 erst am 12. August 2026 lanciert, ich habe die Insta360-Neuheiten dieser Saison hier bereits begleitet –, GoPros Max2 ist seit Ende September 2025 im Handel. Alle drei Kameras verfolgen unterschiedliche Strategien bei Sensorgrösse, Preis und Zielgruppe.

EigenschaftDJI Osmo 360 IIInsta360 X6GoPro Max2
SensorDual 1/1.1″ quadratisch (HDR)Dual 1/1.1″1/2.3″
Max. 360°-Video8K/60fps8K/50fps8K bis 30fps
Max. Fotoauflösung120 MP120 MP29 MP
Objektive wechselbarJaJaJa
Wasserdicht ohne Gehäuse10 m20 m5 m
Preis Schweiz (Einstieg)ab CHF 502.52ab CHF 576.90ab CHF 300.70

Bei der reinen Bildrate hat die Osmo 360 II derzeit die Nase vorn: Mit nativem 8K/60fps ist sie laut Digital Camera World die erste 360°-Kamera überhaupt, die diese Kombination aus Auflösung und Bildrate schafft und liegt damit selbst vor der wenige Wochen älteren Insta360 X6, die bei 8K/50fps abriegelt. GoPro setzt bei der Max2 stattdessen auf einen deutlich kleineren 1/2.3-Zoll-Sensor und positioniert die Kamera damit klar als günstigeren Einstieg statt als Bildqualitäts-Flaggschiff.

Bei der Wasserdichtigkeit dreht sich das Bild: Die Insta360 X6 taucht laut Hersteller ohne Zusatzgehäuse bis 20 Meter, die Osmo 360 II schafft 10 Meter (mit optionalem Invisible Waterproof Case bis 50 Meter), die GoPro Max2 lediglich 5 Meter. Einen Positionierungswechsel gibt es bei DJI allerdings nicht: Wie schon beim Vorgänger rät der Hersteller laut TechRadar auch bei der Osmo 360 II ausdrücklich davon ab, ohne wasserdichtes Gehäuse unter Wasser zu filmen, wegen des konvexen Fischaugen-Designs drohen Bildverzerrungen und Stitching-Fehler.

Nutzerdiskussionen auf Reddit zeichnen ein differenziertes Bild: Manche Community-Mitglieder loben die Bildschärfe der Osmo 360 II gegenüber der X6, andere heben hervor, dass Insta360 mit seiner App und dem grösseren Zubehör-Ökosystem nutzerfreundlicher sei. Ein wiederkehrendes Thema bei beiden Herstellern bleiben sichtbare Nahtstellen (Stitching-Linien) zwischen den beiden Kamerabildern, insbesondere bei wenig Licht oder wenn sich Objekte nah an der Kamera bewegen.

Wie es bei GoPro in die Schieflage geriet und was die Max2 in diesem Kontext bedeutet, habe ich im Juni ausführlich analysiert, GoPros Fokus auf günstigere Einstiegspreise spiegelt sich in den heutigen Specs direkt wider.

Was kostet die DJI Osmo 360 II in der Schweiz?

DJI bietet die Osmo 360 II in drei Ausstattungsvarianten an. Die Preise sind die günstigsten Angebote im Schweizer Handel laut Toppreise.ch, Stand 23. September 2026:

Lieferumfang der DJI Osmo 360 II Limitless Riding Combo: Kamera, Carbon-Verlängerungsstab und Halterungen für Velo und Motorrad
Die Limitless Riding Combo bringt neben der Kamera einen Verlängerungsstab und die Halterungen für Velo und Motorrad mit. Bild: DJI
Lieferumfang der DJI Osmo 360 II Adventure Combo: Kamera, zwei Verlängerungsstäbe, Schnellwechselhalterungen, Schutzhülle und Zubehör
Die Adventure Combo enthält zwei Stäbe, Schnellwechselhalterungen und eine Schutzhülle. Bild: DJI

Zum Vergleich: Der Vorgänger Osmo 360 ist bei Schweizer Händlern ab CHF 305.00 (Standard Combo) zu finden, da er nach dem Nachfolger-Launch im Preis gefallen ist. Zubehör wie das Lens Replacement Kit oder der Battery Extension Rod ist gemäss Redshark News separat erhältlich, europäische Richtpreise dafür liegen bei rund 39 Euro respektive 99 Euro. In den USA verkauft DJI die Kamera weiterhin nicht offiziell über den eigenen Store, was in Foren und bei US-Händlern für Verwirrung mit überteuerten Grauimport-Angeboten sorgt.

Für wen eignet sich die DJI Osmo 360 II?

Wer bereits eine erste Osmo 360 besitzt, bekommt mit der Osmo 360 II dieselbe Sensorbasis, aber verbesserte Verarbeitung: mehr Dynamikumfang, höhere Bildraten und die Möglichkeit, ein beschädigtes Objektiv selbst zu tauschen. Für Besitzer der ersten Generation lohnt sich der Umstieg vor allem dann, wenn die Nachtaufnahmen bisher enttäuscht haben oder ein Objektiv bereits einen Kratzer hat.

Für Neueinsteiger in 360°-Kameras, die maximale Bildqualität suchen, ist die Standard Combo die naheliegende Wahl. Wer regelmässig unter Wasser filmt, etwa beim Schnorcheln oder Tauchen, sollte einplanen, dass DJI für Unterwasseraufnahmen mit der Osmo 360 II das wasserdichte Gehäuse empfiehlt, und die 20-Meter-Wasserdichtigkeit der Insta360 X6 gegen deren höheren Preis (ab CHF 576.90) abwägen. Für Einsteiger mit knappem Budget bleibt die GoPro Max2 ab CHF 300.70 die günstigste Option, muss dafür aber bei Sensorgrösse und maximaler Bildrate Abstriche hinnehmen.

Für Content Creator, die 360°-Material für Social Media, Actionsport-Dokumentation oder virtuelle Rundgänge produzieren, bringt die höhere Bildrate vor allem beim nachträglichen Reframing Vorteile: Aus 8K/60fps-Material lassen sich flüssigere 16:9- oder 9:16-Ausschnitte schneiden als aus niedrigeren Bildraten. Wer diesen Workflow von der Kamera bis zum fertigen Schnitt lernen will, findet in unseren Kamerakursen praxisnahe Grundlagen zu Aufnahmetechnik und Bildgestaltung.

FAQ

Ist die DJI Osmo 360 II in der Schweiz bereits erhältlich?

Ja, die Kamera ist seit dem globalen Launch am 15. September 2026 bei Schweizer Händlern wie Digitec und über den Preisvergleich auf Toppreise.ch gelistet.

Kann ich mit der Osmo 360 II unter Wasser filmen?

Die Kamera ist ohne Zusatzgehäuse bis 10 Meter wasserdicht, mit dem optionalen Invisible Waterproof Case bis 50 Meter. Für Unterwasseraufnahmen empfiehlt DJI aber ausdrücklich das wasserdichte Gehäuse: Ohne Case drohen wegen des konvexen Fischaugen-Designs Bildverzerrungen und Stitching-Fehler.

Lohnt sich der Umstieg von der ersten Osmo 360?

Der Bildsensor ist physisch identisch, die Verbesserungen bei Dynamikumfang, Bildrate und Nachtmodus stammen primär aus der Bildverarbeitung. Für Vielfilmer, die häufig bei wenig Licht drehen oder ein beschädigtes Objektiv haben, ist der Umstieg sinnvoller als für Gelegenheitsnutzer.

Was ist der grösste Unterschied zur Insta360 X6?

Die Osmo 360 II filmt mit 8K/60fps eine höhere Bildrate als die X6 mit 8K/50fps, ist dafür bei der Wasserdichtigkeit ohne Zusatzgehäuse unterlegen (10 statt 20 Meter) und günstiger in der Einstiegsvariante.

Wie läuft der Objektivwechsel konkret ab, braucht es danach eine Kalibrierung, und sind die neuen Wechselobjektive mit der ersten Osmo 360 oder mit Zubehör von Insta360/GoPro kompatibel?

Der Objektivwechsel bei der Osmo 360 II gelingt ohne Werkzeug oder Kundendienst, ein klarer Praxisvorteil gegenüber der ersten Osmo 360, bei der ein Objektivtausch nicht so einfach möglich war. Zur Frage, ob danach eine Kalibrierung nötig ist oder ob die Objektive mit Zubehör von Insta360 oder GoPro kompatibel sind, geben die Quellen keine Auskunft.

Was bedeutet die 4K/30fps-Grenze von Spotlight Follow praktisch, muss ich für automatisches Tracking auf die volle 8K/60fps-Auflösung verzichten?

Ja: Spotlight Follow arbeitet mit maximal 4K bei bis zu 30fps und exportiert als flaches Video, das liegt deutlich unter der vollen 360°-Auflösung von 8K/60fps, die die Osmo 360 II sonst bietet. Für automatisches Tracking gehst du also bewusst einen Kompromiss bei Auflösung und Bildrate ein.

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