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Cadrage Studio: Die Pre-Production-App, die deine Szenen zusammenhält

Software & Tools

Cadrage GmbH, bekannt für ihre Director’s-Viewfinder-App, launcht mit Cadrage Studio eine native macOS/iOS-Pre-Production App für die gesamte kreative Vorproduktion – Shot Lists, Kameradiagramme, Mood Boards und Locations in einem verbundenen Workspace.

Cadrage Studio Pre-Production App – Übersicht des verbundenen Workspace für Shot Lists, Kameradiagramme und Locations
Bild: Cadragestudio

Kennt jemand das Gefühl: Script in einem Ordner, Shot List als PDF auf dem Desktop, Location-Fotos im iPhone-Album, Mood Board-Inspiration in einer Pinterest-Sammlung – und irgendwo in einem anderen Tab der Kameradiagramm-Entwurf, den niemand mehr findet. Genau dieses Chaos will Cadrage Studio beenden. Die Pre-Production App von Cadrage GmbH, dem Wiener Unternehmen hinter der bei über 100.000 Profis verbreiteten Director’s-Viewfinder-App, hat sein erstes grosses Produkt seit Jahren in den Early Access geschickt: eine native macOS- und iOS-App, die die gesamte kreative Vorproduktion unter einem Dach vereint.

Was ist Cadrage Studio – und was macht die Pre-Production App anders?

Cadrage Studio ist kein Projektverwaltungs-Tool, das auch mal Szenen kennt. Es ist von Grund auf als verbundenes System gebaut: Shot Lists, Kameradiagramme, Storyboards, Mood Boards, Locations und das importierte Script hängen nicht einfach nebeneinander – sie sind miteinander verknüpft und bleiben synchron, wenn sich das Projekt verändert. Wenn eine Szene aus dem Script fliegt, archiviert die App die zugehörige Arbeit statt sie zu löschen. Wenn eine neue Skript-Revision reinkommt, bleiben Shot Lists und Diagramme den richtigen Szenen zugeordnet.

Das ist der eigentliche Pitch: nicht mehr fünf Apps parallel jonglieren, sondern eine einzige Quelle, der alle vertrauen können – von der Regie bis zur Agentur.

Gute Vorbereitung zahlt sich erst im Schnitt aus. Wie beides ineinandergreift, siehst du in den Kursen für Videoschnitt und Animation.

Was steckt drin? Die Features im Überblick

Top-Down-Diagramm von drei Figuren auf einem Filmset mit Kamerabewegungen, Bäumen, Bank und Dolly-Schiene, dargestellt in der Cadrage Studio App.
Mit CadrageStudio kann man Shots sehr präzise planen. | Bild: Cadragestudio
FeatureWas du damit machst
KameradiagrammeKameras, Schauspieler, Lichter und Set-Elemente auf massstabsgetreuen Overhead-Plänen platzieren
Shot Lists & StoryboardsVordefinierte Spalten oder eigene Struktur – mit direkten Links zu Mood Boards und Locations
Script-ImportSzenen und Charaktere werden automatisch erkannt; bei Revisionen bleibt alles verbunden
Location-Management3D-Raumscans mit LiDAR-fähigen Geräten oder Import bestehender USDZ-Dateien aus anderen Apps
Mood BoardsBilder, Videos und Links zu Szenen verknüpfen und als Präsentation exportieren
ZusammenarbeitKollaboratoren einladen via iCloud; strukturierte PDFs für einzelne Departments exportieren
Offline-ModusAlles auf dem Gerät und im privaten iCloud-Account – keine Cloud ausser der eigenen

LiDAR auf dem Set: Locations werden zum lebendigen Dokument

3D-Digitalmodell eines Wohnraums in Cadrage Studio – LiDAR-Scanner erfasst Location als massstabsgetreuen Wireframe mit Sofa, Treppen und Fenster.
3D-Raumscan einer Location in Cadrage Studio: Massstabsgetreuer Grundriss mit Möbeln, Kamerapositionen und Messdaten für präzise Kameraplanung. | Bild: Cadragestudio

Die Location-Funktion der Pre-Production App nutzt den LiDAR-Scanner auf aktuellen iPhones und iPads, um direkt vor Ort 3D-Raumscans zu erstellen – besonders interessant für alle, die regelmässig Recces machen. Wer bereits USDZ-Files aus anderen Apps hat – etwa aus Polycam oder ähnlichen Tools – kann diese direkt importieren. Fotos, Notizen und Messdaten hängen dann an der Location und sind für das ganze Team zugänglich.

Das Ergebnis: Kameradiagramme, die auf einem echten massstabsgetreuen Grundriss basieren, statt auf einer Handskizze. Wer schon mal versucht hat, dem Kameraassistenten am Telefon zu erklären, wo genau die Kamera stehen soll – der weiss, was das wert ist.

Privacy by Design – und bewusst ohne KI

Cadrage Studio nimmt eine klare Gegenposition zu vielen aktuellen Produktions-Tools ein: kein KI-Backend, keine Uploads zu Drittanbietern, keine Nutzung deiner Projektdaten zum Training von Modellen. Die App funktioniert vollständig offline; Daten werden ausschliesslich lokal und im privaten iCloud-Account gespeichert. Laut Cadrage GmbH gilt explizit: «Not even we can see your data.»

Das ist in einer Zeit, in der viele SaaS-Tools ihre Nutzerinhalte als Trainingsmaterial betrachten, eine bewusste Entscheidung. Gerade bei Projekten unter NDA – Werbeproduktionen, unveröffentlichte Serien, Spielfilme in der Entwicklung – macht das einen echten Unterschied.

Wer steckt dahinter?

Cadrage GmbH entwickelt seit 2012 Tools für die Film- und TV-Branche. Ihr Hauptprodukt, die Cadrage Director’s Viewfinder App (wir nutzen diese App regelmässig bei Location Scoutings), wird nach eigenen Angaben von über 100.000 Profis weltweit eingesetzt – Kameraleute, Regisseure und DPs nutzen sie auf Locations, um präzise Framing-Vorschauen mit tausenden Kamera-Linsen-Kombinationen zu simulieren. Matthew Allard ACS, Chefredaktor von Newsshooter, bezeichnete die Viewfinder-App als «excellent» und beschreibt sie als Tool, das er seit Jahren einsetzt.

Cadrage Studio ist der nächste logische Schritt: Wenn du auf dem Recce mit der Viewfinder-App weisst, wie dein Shot aussieht, willst du ihn direkt in der Shot List erfassen – ohne App-Wechsel, ohne Reibungsverluste.

Verfügbarkeit und Preis: Jetzt gratis, später Abo

Der Subscription-Preis für die offizielle Version steht Stand Recherche noch nicht fest. Wer jetzt einsteigt, bekommt das Produkt also kostenlos – und kann direkt Feedback einbringen, das laut Cadrage GmbH die weitere Entwicklung beeinflusst.

Einschätzung: Für wen lohnt sich der Download?

Cadrage Studio macht am meisten Sinn, wenn du regelmässig in der Vorproduktion arbeitest und dabei zwischen mehreren Tools hin- und herspringst. Für Einzel-Projekte mit einfachem Shot-Listing bietet die bestehende Cadrage-Viewfinder-App bereits einiges. Der grosse Sprung von Studio ist die Verknüpfung: Script, Diagramm, Mood Board und Location reden miteinander – das ist der Unterschied zu einem besseren Notizblock.

Die Einschränkung ist reell: Die App läuft ausschliesslich auf Apple-Hardware und erfordert das aktuelle macOS 26 / iOS 26. Wer auf Windows arbeitet oder ein älteres Gerät hat, schaut vorerst in die Röhre. Und das Subscription-Modell könnte je nach Preis die Kalkulation kippen – das entscheidet sich erst beim offiziellen Release.

Wer seine Vorproduktions-Workflows professionalisieren will, findet bei uns übrigens den Kamerakurs mit Fokus auf Produktion und Planung – dort geht es neben Technik auch darum, wie professionelle Drehs strukturiert werden.

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