Hollyland MELO P1: Das komplette Tonstudio passt jetzt in einen Koffer
Hollyland lanciert das MELO P1 — ein All-in-one-Wireless-Studio für Musiker, Live-Streamer und mobile Creator. Was drinsteckt und was es kostet.
Das Wichtigste in Kürze
- Hollyland hat das MELO P1 am 8. Juli 2026 offiziell lanciert — ein kompaktes All-in-one-Wireless-Studiosystem für Musiker, Live-Streamer und mobile Creator.
- Das System kombiniert ein 1-Zoll-Grossmembran-Kondensatormikrofon, einen 55-Gramm-Smart-Mixer mit Dual-DSP, kabellose In-Ear-Monitore und eine Bluetooth-Fernbedienung in einer einzigen Ladeschale.
- Der Smart-Mixer verarbeitet bis zu vier Audioquellen gleichzeitig über einen 32-Bit-Signalweg — inklusive zwei Wireless-Mikrofoneingänge, 3,5-mm-Instrumenteneingang und Bluetooth-Backing-Track.
- Drei Konfigurationen stehen zur Wahl: Solo (ca. 230 CHF / ≈ 248 €), Combo (ca. 368 CHF / ≈ 397 €) und Ultimate Combo (ca. 414 CHF / ≈ 447 €) — ab sofort bei Hollyland, Amazon und lokalen Händlern verfügbar.
- Die Ladecase lädt das Gesamtsystem bis zu dreimal auf; die maximale Gesamtlaufzeit beträgt 40 Stunden.
Ein Kabel, das nicht vorhanden ist, kann auch nicht im Weg hängen. Wer schon mal ein Live-Set auf einer Strassenbühne, in einem Café oder aus dem Schlafzimmer gestreamt hat, weiss, wie viel Kabelsalat, Vorverstärker-Geklimper und Pegelsuche dabei zusammenkommt. Genau diesen Schmerz will Hollyland mit dem MELO P1 lindern — einem kabellosen Studiosystem, das beim NAB 2026 als Prototyp zu sehen war und jetzt, im Juli 2026, weltweit erhältlich ist.

Was steckt im Hollyland MELO P1?
Das MELO P1 ist kein einzelnes Mikrofon, sondern ein vollständiges System aus vier Komponenten, die aufeinander abgestimmt sind und gemeinsam in einer Ladeschale Platz finden:
- 1-Zoll-Grossmembran-Kondensatormikrofon mit integrierter stossdämpfender Akustikkammer gegen Handlingsgeräusche und KI-Rauschunterdrückung
- 55-Gramm-Smart-Audio-Mixer mit Dual-DSP-Architektur und 32-Bit-Signalweg
- Kabellose In-Ear-Monitore mit 10-mm-Dynamic-Driver, abgestimmt auf Monitoring-Klarheit
- Shortcut-fähige Bluetooth-Fernbedienung für direkte Steuerung aus der Distanz
Hollyland hat das System explizit für Musiker, Live-Streamer und mobile Creator konzipiert — also für alle, die professionellen Klang ausserhalb eines festen Studios brauchen. Vom Strassenmusiker bis zum Bedroom-Produzenten, der direkt auf Instagram geht.
Der Smart-Mixer: Das Herzstück des Systems
55 Gramm, Dual-DSP, vier Quellen gleichzeitig — der Smart-Audio-Mixer ist das technische Kernstück des MELO P1. Er verarbeitet folgende Signale in Echtzeit:
- Zwei kabellose Mikrofoneingänge (2,4 GHz)
- Einen 3,5-mm-Instrumenteneingang (z. B. Gitarre, Keyboard)
- Einen Bluetooth-Eingang für Backing Tracks
Alle Signale laufen über einen 32-Bit-Digitalpfad — das bedeutet stabiles, latenzarmes Processing auch bei komplexeren Mischsituationen. Der Mixer kommuniziert via 2,4-GHz-Wireless mit dem Mikrofon und den Earphones, die Fernbedienung und Backing Tracks koppeln per Bluetooth mit einer Reichweite von bis zu 10 Metern. Im Freifeld erreicht das Gesamtsystem eine Wireless-Reichweite von bis zu 60 Metern.
Für die Klanggestaltung gibt es zwei Wege: Entweder du wählst einen der über 100 professionellen Presets in der HollyAudio App — aufgeteilt nach Gesang, Moderation und Live-Performance — oder du greifst zur manuellen Effektkette mit neun studiogradigen Prozessoren. Für einen Strassenauftritt oder einen spontanen Live-Stream reichen die Presets völlig aus; wer tiefer einsteigen will, hat die Kontrolle dazu.
Wer den Sprung in professionelle Audio-Workflows vertiefen will, findet bei Studio 1 Kamerakurse mit Fokus auf Kamera, Licht und Ton, in denen auch Grundlagen des Audiorecordings und Fieldmixings praxisnah vermittelt werden.
Mikrofon und Monitoring
Das 1-Zoll-Grossmembran-Kondensatormikrofon ist für ein Wireless-Handheld-System eine bemerkenswerte Wahl. Grossmembraner klingen in der Regel voller und haben eine bessere Tiefencharakteristik als kleinere Kapseln — was im Gesangs- und Sprachbereich direkt hörbar wird. Die eingebaute stossdämpfende Akustikkammer soll Handlingsgeräusche absorbieren, was bei einem Handheld-Einsatz auf der Bühne oder beim bewegten Creator-Setup klar relevant ist.
Die KI-Rauschunterdrückung läuft direkt im Mikrofon und ist auch bei aktivierter Verarbeitung bis zu 12 Stunden am Stück verfügbar — 13 Stunden mit deaktivierter Noise Cancellation. Das In-Ear-Monitoring hält bis zu 9 Stunden durch, der Mixer bis zu 8 Stunden.
Akku und Ladecase: 40 Stunden Gesamtlaufzeit


Die Ladecase ist mehr als ein Transportbehälter. Sie lädt alle vier Komponenten des Systems und kann das Gesamtsystem bis zu dreimal vollständig aufladen — das ergibt eine theoretische Gesamtlaufzeit von bis zu 40 Stunden. Wer mehrere Auftritte oder Drehtage hintereinander hat, muss die Case selbst über USB-C mit bis zu 60 Watt (PD) aufladen — das geht entsprechend schnell.
| Komponente | Akkulaufzeit |
|---|---|
| Mikrofon (mit KI-NC) | bis zu 12 Stunden |
| Mikrofon (ohne KI-NC) | bis zu 13 Stunden |
| Smart-Audio-Mixer | bis zu 8 Stunden |
| In-Ear-Monitore | bis zu 9 Stunden |
| Ladecase (Gesamtsystem) | bis zu 40 Stunden (3× Aufladung) |
Konfigurationen und Preise
Das MELO P1 ist in drei Varianten erhältlich. Die genaue Zusammensetzung der einzelnen Pakete hat Hollyland nicht vollständig publiziert, aber die Preisstruktur gibt eine klare Orientierung:
| Konfiguration | Preis |
|---|---|
| MELO P1 Solo | ca. 230 CHF (≈ 248 €) |
| MELO P1 Combo | ca. 368 CHF (≈ 397 €) |
| MELO P1 Ultimate Combo | ca. 414 CHF (≈ 447 €) |
Das MELO P1 ist ab sofort über den offiziellen Hollyland Online Store, Amazon sowie lokale Händler erhältlich. Das Produkt startete seine Markteinführung begleitet von einem Kickstarter-Kampagne und ist nun weltweit verfügbar.
Für wen ist das MELO P1 gedacht?
Hollyland positioniert das MELO P1 klar im Überschneidungsbereich von Musik und Content Creation: Strassenmusiker, Bedroom-Produzenten, Live-Streamer auf Twitch oder Instagram, aber auch Creator, die ihren Workflow vereinfachen wollen. Der Ansatz — ein vollständiges, kabelloses Ökosystem in einer Case — macht besonders dann Sinn, wenn du regelmässig den Aufnahmeort wechselst oder kein festes Studiorack schleppen willst.
Was das System von einem klassischen Lavalier-Wireless-System wie dem Hollyland LARK M2 unterscheidet, ist der Fokus auf aktives Mixing und Monitoring während der Aufnahme oder des Streams. Du hörst in Echtzeit, was dein Publikum hört — inklusive Backing Track, Gitarre und Gesang, abgemischt im Mixer.
Einschränkend lässt sich sagen: Das MELO P1 ist kein Ersatz für eine DAW-basierte Postproduktion. Wer komplexe Mehrspuraufnahmen mit vollständiger Edit-Kontrolle braucht, wird über das System hinauswachsen. Aber für die Zielgruppe — unterwegs, live, schnell einsatzbereit — ist das Konzept stimmig.
FAQ
Was ist der Unterschied zwischen den drei MELO P1-Konfigurationen?
Hollyland bietet das MELO P1 in Solo (ca. 230 CHF / ≈ 248 €), Combo (ca. 368 CHF / ≈ 397 €) und Ultimate Combo (ca. 414 CHF / ≈ 447 €) an. Die genaue Komponentenzusammensetzung pro Paket hat Hollyland nicht vollständig spezifiziert — am besten direkt im offiziellen Store oder beim Händler anfragen, was in jeder Variante enthalten ist.
Funktioniert das MELO P1 auch für Video-Content und Podcasts?
Ja. Obwohl Hollyland das System primär für Musiker positioniert, eignet es sich durch das 1-Zoll-Kondensatormikrofon, die KI-Rauschunterdrückung und die Preset-Struktur (Gesang, Moderation, Live) auch gut für Podcaster, YouTube-Creator und Broadcaster, die mobil aufnehmen wollen.
Wie weit reicht das Signal des MELO P1?
Das 2,4-GHz-Wireless-System zwischen Mikrofon, Mixer und In-Ears erreicht im Freifeld bis zu 60 Meter. Die Bluetooth-Verbindung für Fernbedienung und Backing Tracks ist auf bis zu 10 Meter ausgelegt. In städtischen oder interferenzreichen Umgebungen ist die Reichweite entsprechend geringer.
Kann man mit dem MELO P1 direkt auf Plattformen streamen?
Das MELO P1 sendet Audio an den Smart-Mixer, der einen USB-C-Ausgang hat. Für einen direkten Stream braucht du ein Gerät (Smartphone, Laptop, Interface), das das Signal weiterleitet. Das System selbst streamt nicht autonom — es vereinfacht aber den Setup-Aufwand für Live-Streams erheblich.
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