Nikon Z9 an Bord: Wie eine Spiegellose in letzter Minute zur Artemis-II-Mondmission kam
Die NASA-Astronauten der Artemis-II-Mission sollten ursprünglich nur ältere Nikon-D5-Spiegelreflexkameras mit auf ihre Mondreise nehmen. Doch auf ausdrücklichen Wunsch der Besatzung schaffte es kurz vor dem Start auch eine moderne Nikon Z9 an Bord. Artemis II ist inzwischen erfolgreich ins All gestartet.

Als die NASA im Februar 2026 bekannt gab, dass die Artemis-II-Astronauten mit zehn Jahre alten Nikon-D5-Spiegelreflexkameras zur Mondumrundung aufbrechen würden, sorgte das für Aufsehen. Viele fragten sich, weshalb keine modernen spiegellosen Kameras zum Einsatz kommen sollten. Nun zeigt sich: Die Besatzung selbst handelte kurz vor dem Start noch eine Lösung aus. Eine Nikon Z9 kam in letzter Minute an Bord der Artemis-II-Mission.
Nikon Z9 an Bord: Astronauten setzten sich durch
Ursprünglich war der Plan klar. Die vier Artemis-II-Astronauten sollten zwei Nikon-D5-Kameras im Orion-Raumschiff nutzen. Diese Kameras sind zwar bewährt, jedoch technisch längst überholt. Deshalb überraschte die Entscheidung viele Fotografen und Technikbegeisterte. Dennoch hatte die NASA zunächst an diesem Plan festgehalten.
Doch die Besatzung liess nicht locker. Auf ausdrücklichen Wunsch der Astronauten gelang es, kurz vor dem Start eine Nikon Z9 zusätzlich an Bord zu bringen. Die Nikon Z9 ist ein spiegelloses Profikamerasystem. Sie bietet gegenüber der D5 deutlich modernere Technik. Zudem ist sie bereits auf der Internationalen Raumstation ISS im Einsatz. Daher war die Frage berechtigt, weshalb sie nicht von Anfang an für Artemis II eingeplant wurde.
Die NASA erklärte, dass «zukünftige Artemis-Missionen» modernere Kamerasysteme erhalten würden. Folglich schien die Entscheidung für die D5 zunächst endgültig. Die Initiative der Crew änderte dies jedoch in letzter Minute.

Nikon Z9 und die Artemis-Mission: Technischer Hintergrund
Die Nikon Z9 ist kein unbekanntes Gerät im Weltraumprogramm. Seit 2024 befinden sich laut Talk of Titusville mehrere Z9-Gehäuse und Objektive auf der ISS. Zudem arbeitet Nikon gemeinsam mit der NASA an der sogenannten «Handheld Universal Lunar Camera» (HULC). Diese Mondkamera basiert auf einem modifizierten Z9-Gehäuse. Sie ist mit einem speziellen Schutzgehäuse ausgestattet. Dadurch soll sie den extremen Bedingungen auf der Mondoberfläche standhalten.
Das Senden einer Kamera ins All ist jedoch alles andere als selbstverständlich. Jedes Gerät muss umfangreiche Tests bestehen. Ausserdem muss es für den Einsatz im Vakuum und bei extremen Temperaturschwankungen geeignet sein. Deshalb sind Zulassungsverfahren langwierig und aufwendig. Die Tatsache, dass die Z9 dennoch in letzter Minute zugelassen wurde, zeigt, dass die Voraussetzungen grundsätzlich erfüllt waren.
Bewährte Partnerschaft zwischen Nikon und NASA
Die Zusammenarbeit zwischen Nikon und der NASA hat eine lange Geschichte. Bereits 2013 lieferte Nikon 38 D4-Spiegelreflexkameras sowie 64 NIKKOR-Objektive an die NASA. Darunter befand sich auch das AF-S NIKKOR 800mm f/5.6E FL ED VR. 2016 folgten weitere zehn D4-Gehäuse. Diese wurden unter anderem genutzt, um Solarpanels und die Aussenhülle der ISS zu überprüfen. Somit ist Nikon seit Jahren ein verlässlicher Partner der US-Raumfahrtbehörde.
Die Nikon Z9 setzt diese Partnerschaft auf einem neuen technischen Niveau fort. Sie bietet einen 45,7-Megapixel-Sensor und verzichtet auf einen mechanischen Verschluss. Dadurch ist sie robuster und weniger anfällig für mechanischen Verschleiss. Folglich eignet sie sich gut für den Einsatz unter aussergewöhnlichen Bedingungen.

Artemis II: Erfolgreich auf dem Weg zum Mond
Artemis II ist am 1. April 2026 gestartet. Laut USA Today hat die Besatzung inzwischen einen entscheidenden Triebwerksbrand erfolgreich abgeschlossen. Die Astronauten befinden sich damit auf einem Mondkurs. Es handelt sich um die erste bemannte Mondmission seit dem Apollo-Programm. Zudem werden die vier Astronauten weiter von der Erde entfernt sein als je ein Mensch zuvor.
Die Bildaufnahmen dieser Mission haben daher eine ausserordentliche historische Bedeutung. Deshalb ist es umso wichtiger, dass hochwertige Kameras an Bord sind. Die Nikon Z9 an Bord der Artemis-II-Mission ermöglicht es der Crew, Fotos in bisher unerreichter Qualität aus dem Tiefraum zu senden. Gleichzeitig bleiben die bewährten D5-Kameras als Backup-Systeme verfügbar.
Bilder aus dem All: Was die Nikon Z9 leisten kann
Mit der Nikon Z9 können die Astronauten sowohl Fotos als auch Videos in sehr hoher Auflösung aufnehmen. Die Kamera unterstützt 8K-Videoaufnahmen. Ausserdem bietet sie eine sehr hohe Serienbildrate. Dadurch lassen sich schnelle Ereignisse präzise festhalten. Gleichzeitig ermöglicht der grosse Sensor hervorragende Aufnahmen bei wenig Licht. Dies ist im Weltraum besonders relevant, da die Lichtverhältnisse dort extrem variieren.
Die Bilder und Videos, die auf dieser Mission entstehen, werden nicht nur wissenschaftlichen Wert haben. Sie werden auch der Öffentlichkeit zeigen, wie die Erde und der Mond aus einer Entfernung aussehen, die kein Mensch seit den Apollo-Missionen der 1970er-Jahre erlebt hat. Somit trägt die Nikon Z9 an Bord der Artemis-II-Mission dazu bei, Geschichte in höchster Bildqualität festzuhalten.
Ausblick: Nikon Z9 als Standard für künftige Mondmissionen
Die kurzfristige Aufnahme der Nikon Z9 in die Ausrüstungsliste von Artemis II dürfte kein Einzelfall bleiben. Die NASA hatte bereits angedeutet, dass modernere Kamerasysteme für zukünftige Artemis-Missionen geplant sind. Zudem arbeitet Nikon weiterhin an der HULC-Mondkamera, die auf der Z9 basiert. Diese soll bei Aussenbordeinsätzen auf der Mondoberfläche zum Einsatz kommen, sobald Artemis III eine Mondlandung ermöglicht — frühestens ab 2028.
Die Entscheidung der Artemis-II-Besatzung, auf einer modernen Nikon Z9 an Bord zu bestehen, war daher mehr als eine persönliche Präferenz. Sie war ein klares Signal: Wer Geschichte schreibt, sollte sie auch mit der besten verfügbaren Technik dokumentieren.
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