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Hollyland LARK M3: Vier Sender, vier Empfänger – frei kombinierbar

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Vier Sender, flexible Empfänger und getrennte Tonspuren: Das Hollyland LARK M3 klingt spannend. Warum ich als M2S-Fan trotzdem auf einen anderen Clip hoffe.

Geöffneter schwarzer Hollyland-Hartschalenkoffer mit zwei ohrmuschelähnlichen Geräten, zentralen Modulen und LED-Anzeige.

Was ist neu am Hollyland LARK M3?

Das Hollyland LARK M3 ist die nächste Generation der beliebten Clip-on-Funkmikrofon-Serie, offiziell gelauncht am 22. September 2026, nachdem das Gerät bereits an der IBC in Amsterdam gezeigt wurde. Das System richtet sich an alles, was mit Interviews, Multi-Kamera-Setups oder Gesprächsrunden mit mehreren Personen zu tun hat, also genau die Situationen, in denen klassische Funkstrecken schnell an ihre Grenzen kommen. Details zur Ankündigung finden sich in der offiziellen Pressemitteilung.

Der grosse Sprung gegenüber dem Vorgänger LARK M2 liegt in der Skalierbarkeit: Während der M2 auf maximal zwei Sender begrenzt war, unterstützt das M3-System jetzt bis zu vier Transmitter und vier Receiver gleichzeitig. Und zwar nicht nur additiv, sondern flexibel kombinierbar. Ein einzelner Empfänger kann mit bis zu vier Sendern gekoppelt werden, umgekehrt kann ein Sender sein Signal gleichzeitig an bis zu vier Empfänger schicken. Das eröffnet Szenarien, die bisher zusätzliche Hardware oder Mischpulte erfordert hätten. Ähnlich skalierbare Ansätze im Hollyland-Ökosystem habe ich im Juli beschrieben, etwa beim LARK-Geschwistermodell MELO P1, das das komplette Tonstudio in einen Koffer packt.

Hollyland LARK M3: Ladecase, vier runde Sender, Kameraempfänger und USB-C-Empfänger auf weissem Hintergrund.
Das LARK M3 mit vier Sendern, Kameraempfänger, USB-C-Empfänger und Ladecase. Bild: Hollyland.

4×4-Flexibilität in der Praxis

Konkret heisst das: Bei einem Podcast-Setup mit vier Gästen kann jeder sein eigenes Mikrofon tragen, während ein einzelner Receiver die vier Signale empfängt. Für vier getrennte Aufnahmespuren nennt Hollyland einen Hot-Shoe-Adapter oder einen per USB-C mit dem Computer verbundenen Empfänger und geeignete Aufnahmesoftware. Das ist nicht mit einer internen Backup-Aufzeichnung in den Sendern gleichzusetzen. Bei einem Multi-Kamera-Dreh dagegen kann ein einziger Sender sein Audiosignal parallel an vier Kameras mit jeweils eigenem Empfänger senden, ideal für Events, bei denen mehrere Blickwinkel synchron laufen müssen. Sender und Empfänger lassen sich sogar während einer laufenden Aufnahme hinzufügen oder entfernen, ohne dass die Audioaufzeichnung unterbrochen wird. Ein Detail, das für Live-Formate mit wechselnder Teilnehmerzahl durchaus relevant ist.

Technische Eckdaten des LARK M3

Die vier zentralen Kenngrössen des Hollyland LARK M3: Reichweite, Gewicht, Akkulaufzeit und Gesamtlaufzeit mit Case.
Herstellerangaben zu Reichweite, Gewicht und Laufzeit. Die 48 Stunden mit Case gelten beim abwechselnden Einsatz zweier Sender; pro Sender werden bis zu 24 Stunden genannt.

Das LARK M3 arbeitet mit 48 kHz. Wichtig ist die Einschränkung bei 32-Bit-Float: Laut Hollylands technischen Angaben wird diese Ausgabe mit kompatiblen Aufnahme-Apps auf Apple-Geräten unterstützt; unter Android sind bis zu 24 Bit angegeben. Eine pauschale Zusage für jeden Aufnahmeweg wäre falsch. Der Hersteller nennt ausserdem 70 dB Signal-Rausch-Abstand, maximal 125 dB SPL und bis zu 300 Meter Reichweite unter geeigneten Bedingungen.

Jeder Sender wiegt gerade einmal 9 Gramm und wird magnetisch am Kleidungsstück befestigt, was bei längeren Drehtagen den Tragekomfort deutlich verbessert. Ohne Geräuschunterdrückung nennt Hollyland bis zu 8 Stunden pro Senderladung und mit Case bis zu 24 Stunden pro Sender. Die beworbenen 48 Stunden beziehen sich auf den abwechselnden Einsatz zweier Sender, nicht auf 48 Stunden mit vier gleichzeitig laufenden Mikrofonen. Die Ladezeit selbst beträgt etwa 1,5 Stunden für den Sender und rund 2,5 Stunden für das komplette Case.

Gain-Anpassung je nach Empfänger

Praktisch für unterschiedliche Aufnahmesituationen: Der USB-C-Receiver bietet eine 6-stufige Gain-Anpassung über die zugehörige App, während der Kamera-Receiver mit 3 Gain-Stufen arbeitet, entweder über einen physischen Schieberegler am Gerät selbst oder ebenfalls per App. Das gibt dir die Möglichkeit, schnell auf wechselnde Lautstärkeverhältnisse zu reagieren, ohne das komplette Setup neu zu justieren.

Preise und Kit-Varianten

Preise der vier LARK M3 Kit-Varianten in US-Dollar im Vergleich. Angaben basieren auf US-Quellen; Schweizer Preise lagen zum Redaktionsschluss nicht vor.
Preise der vier LARK M3 Kit-Varianten in US-Dollar im Vergleich. Angaben basieren auf US-Quellen; Schweizer Preise lagen zum Redaktionsschluss nicht vor.

Der LARK M3 wird in mehreren Konfigurationen angeboten, die je nach Einsatzzweck unterschiedlich sinnvoll sind:

Diese Preisangaben stammen aus US-amerikanischen Quellen. Ein offizieller Preis für den Schweizer Markt liegt zum Zeitpunkt dieses Artikels noch nicht vor, entsprechend lässt sich keine verlässliche CHF-Zahl nennen. Wer den M3 hierzulande kaufen will, sollte die Preise bei lokalen Händlern oder direkt bei Hollyland im Blick behalten, sobald das Gerät offiziell im europäischen Vertrieb ankommt. In den USA ist das Kit unter anderem bereits bei B&H Photo gelistet.

LARK M3 vs. LARK M2: Lohnt sich das Upgrade?

Wer bereits einen M2 besitzt, stellt sich zu Recht die Frage, ob der Umstieg nötig ist. Der offensichtlichste Unterschied ist die Skalierbarkeit: Der M2 war bei zwei Sendern limitiert, der M3 verdoppelt das auf vier und erlaubt zusätzlich die flexible Mehrfachkopplung zwischen Sendern und Empfängern. Für Nutzer, die bisher mit einem einzigen Sender-Empfänger-Paar für Solo-Content gearbeitet haben, ist das kein zwingendes Argument. Für alle, die regelmässig Interviews mit mehreren Gästen führen, Podcasts produzieren oder Events mit mehreren Kameras abdecken, ist die 4×4-Architektur aber ein handfester Produktivitätsgewinn.

Für mich ist beim Vergleich zusätzlich das LARK M2S mit seinem kleinen Clip relevant. Der runde Magnetsender des M3 folgt einem anderen Tragekonzept. Das ist für meinen Alltag mehr als ein kosmetischer Unterschied.

Was die Community dazu sagt

In der Hollyland-Subreddit-Community wurde bereits vor dem offiziellen Launch über die 32-Bit-Float-Aufnahme diskutiert, wobei einige Nutzer anmerkten, dass Hollylands eigene Dokumentation die genaue Umsetzung dieses Features zunächst nicht restlos klar kommunizierte. Das ist ein Punkt, den du im Hinterkopf behalten solltest, wenn 32-Bit-Float für deinen Workflow ein Kaufkriterium ist: Es lohnt sich, vor dem Kauf genauer zu prüfen, wie die Float-Aufnahme in der Praxis mit der jeweiligen App und Firmware-Version funktioniert.

Für wen eignet sich der LARK M3?

Der LARK M3 positioniert sich klar als Werkzeug für alle, die planbar mit mehreren Sprechern arbeiten: Podcaster mit wechselnder Gästezahl, Interview-Formate, Corporate-Video-Produktionen mit mehreren Personen im Bild und Multi-Kamera-Setups bei Events. Für Solo-Creator, die nur eine Person mikrofonieren müssen, bringt das System wenig zusätzlichen Nutzen gegenüber günstigeren Zwei-Kanal-Lösungen, dafür zahlt man mit den grösseren Kits auch für Flexibilität, die man vielleicht nie ausschöpft. Wer aber öfter zwischen unterschiedlichen Personenzahlen wechselt oder mit wachsendem Produktions-Setup rechnet, bekommt mit dem LARK M3 ein System, das mitwächst, ohne dass man gleich in ein komplett neues Funkstrecken-Ökosystem investieren muss.

Meine Meinung: Hollyland-Fan, aber ich wünsche mir ein M3S

Ich bin Fan von Hollyland. Das LARK M2S verwende ich seit etwa einem Jahr praktisch ausschliesslich. Der Formfaktor ist für mich hervorragend: ein Clip, bei dem nur das kleine Mikrofon hervorschaut. Auch klanglich hat es mich überzeugt. Meine Erfahrungen habe ich im ausführlichen LARK-M2S-Review beschrieben.

Hollyland Lark M2S in der Hand

Perfekt war es trotzdem nicht. Vor allem die Akkuanzeige hat mich genervt. Am Sender und Empfänger fehlt mir eine brauchbare Anzeige des Ladezustands. Für die Sender muss ich die App über ein USB-Kabel verbinden; beim Kameraempfänger lässt sich der Akkustand laut meinem damaligen Test nicht einmal dort ablesen. Das ist unnötig umständlich, gerade wenn ich vor einem Dreh schnell wissen will, ob alles bereit ist.

Vier Mikrofone und mehr Kontrolle in der App

Vier Mikrofone und getrennte Spuren finde ich einen grossen Schritt. Zusammen mit 32-Bit-Float auf den unterstützten Aufnahmewegen klingt das für mich richtig spannend. Ich kann mir vorstellen, dass mich auch die Klangqualität nochmals positiv überrascht. Getestet habe ich das M3 aber noch nicht; einen klanglichen Fortschritt gegenüber meinem M2S kann ich deshalb nicht aus eigener Erfahrung bestätigen.

Die erweiterten App-Funktionen sind für mich genauso relevant. Hollyland beschreibt in der Produktankündigung unter anderem individuelle Klangeinstellungen pro Sender. Bei vier Mikrofonen brauche ich Übersicht und gezielte Kontrolle. Dass die App hier mehr übernimmt, war aus meiner Sicht nötig. Wie angenehm das im Alltag funktioniert, muss ein Praxistest zeigen. Noise Cancelling hatte bereits das M2S. Ob mich die überarbeitete Umsetzung beim M3 mehr überzeugt, habe ich ebenfalls noch nicht geprüft.

Warum mich die Latenz interessiert

Wenn ich ein Funkmikrofon gleichzeitig mit einem Richtmikrofon aufnehme, muss ich in der Postproduktion auf den Zeitversatz achten. Beim Mischen beider Spuren kann er als hohler, hallartiger Klang auffallen. Die verzögerte Funkspur ziehe ich dann passend nach links. In meinem M2S-Test habe ich rund 25 Millisekunden ohne und 27 Millisekunden mit Noise Cancelling gemessen.

Hollyland bewirbt beim M3 eine um 50 Prozent schnellere Datenübertragung. Damit schätze ich die Latenz auf ca. 18ms. Für meinen Workflow wäre eine tatsächlich geringere Latenz willkommen; die genaue Korrektur würde ich am aufgenommenen Material prüfen.

Gutes Case, für mich der falsche Clip

Offenes Hollyland-LARK-M3-Case mit Sendern und Fellwindschutz; eine Hand hält einen weiteren Sender mit Windschutz.
Im Ladecase haben auch die Fellwindschütze Platz. Genau diese Aufbewahrung gefällt mir am M3. Bild: Hollyland.

Das Storage-Case gefällt mir sehr gut. Dass auch das Zubehör inklusive der Windjammer Platz hat, ist im Alltag praktisch. Alles zusammen verstauen zu können, spart mir vor einem Einsatz die Suche nach einzelnen Teilen.

Was mich aktuell vom Kauf abhält, ist die magnetische Befestigung. Ich finde den Clip des LARK M2S deutlich besser, bei dem das Mikrofon nur ganz klein hervorschaut. Genau diese Unauffälligkeit gehört für mich zu den wichtigsten Eigenschaften eines Lavaliermikrofons. Mein Wunsch an Hollyland wäre deshalb eine S-Version: dieselben Funktionen wie beim M3, aber im kleinen Clip-Design des M2S. So ein M3S wäre für mich wesentlich interessanter.

FAQ

Wie bekomme ich vier getrennte Audiospuren?

Vier getrennte Spuren sind über den Hot-Shoe-Adapter oder über einen per USB-C an den Computer angeschlossenen USB-C-Empfänger via separater Third-Party-Aufnahmesoftware vorgesehen.

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