SmallRig Multifunctional Magnetic Portable SSD: Triple Backup, Hash Verification – ein Hub für den Set-Alltag
SmallRig präsentiert am Cine Gear 2026 eine portable SSD mit Triple Backup: Kartenlesen, Hash-Verifikation und USB-C-Laden in einem magnetischen Gerät – ab 249 CHF (≈ 269 €).
Das Gerät auf einen Blick
Am Cine Gear Expo 2026 (5.–6. Juni, Universal Studios Lot, Los Angeles) hat SmallRig eine portable SSD mit Triple Backup angekündigt, die deutlich mehr sein will als ein simpler Massenspeicher. Die Multifunctional Magnetic Portable SSD kombiniert in einem Gehäuse: eine interne 1-TB-SSD, einen Dual-Kartenleser (SD + MicroSD), Triple-Backup mit Hash-Verifikation, USB-C-PD-Durchladung bis 100 W – und ein magnetisches Rückteil, das die Einheit direkt am Smartphone befestigt. Vorbestellungen werden aktuell zu 249 CHF (≈ 269 €) (1 TB) bzw. 457 CHF (≈ 494 €) (2 TB) entgegengenommen.
Was steckt technisch dahinter?
| Eigenschaft | Spezifikation |
|---|---|
| Interne SSD-Kapazität | 1 TB (auch 2-TB-Variante angekündigt) |
| Transfergeschwindigkeit SSD | bis 10 Gbps |
| Kartenschächte | SD + Micro SD (TF), beide gleichzeitig lesbar |
| Kartenstandard | SD 4.0 |
| Backup-Funktion | Triple Backup mit Hash-Verifikation |
| USB-C PD Eingang | bis 100 W |
| Pass-through Laden | Smartphones, Tablets, Laptops |
| Treiber nötig? | Nein (driver-free) |
| Formfaktor | Magnetisch am Smartphone befestigbar |
| App-Abo enthalten | Kocard-App-Mitgliedschaft (6 Monate) |
| Preis (1 TB) | 249 CHF (≈ 269 €) (Vorbestellung) |
| Preis (2 TB) | 457 CHF (≈ 494 €) |
SmallRig Portable SSD Triple Backup: Was bedeutet Hash-Verifikation auf dem Set?
Hash-Verifikation ist das digitale Äquivalent einer Unterschrift auf dem Lieferschein: Bevor die Daten kopiert werden, berechnet das System einen eindeutigen Fingerabdruck der Quelldatei – einen sogenannten Hash-Wert. Nach dem Transfer wird derselbe Fingerabdruck erneut berechnet und mit dem Original verglichen. Stimmen beide Werte überein, ist die Kopie bit-genau identisch. Weichen sie ab, ist die Datei korrumpiert.
Für kritische Drehs – Hochzeiten, Dokumentationen, News-Drehs, Werbeproduktionen – bedeutet das: Du weisst unmittelbar nach dem Offload, ob deine Footage heile angekommen ist. Bisher brauchte man dafür separate Software wie Silverstack, YoYotta oder mühsam eingerichtete Terminal-Skripte. SmallRig integriert das direkt in die Hardware, gesteuert über die Kocard-App.
Das Triple-Backup ergänzt das Ganze: Das Gerät erstellt bis zu drei simultane Kopien in einem einzigen Durchlauf. Wer die 3-2-1-Backup-Regel kennt (3 Kopien, 2 verschiedene Medien, 1 Off-site), findet hier einen guten Ansatz für die erste Sicherungsstufe direkt am Set.
Praxis-Workflow: Von der Kamera ins Cloud
SmallRig beschreibt einen durchgängigen Workflow von der Speicherkarte bis zur Team-Collaboration – alles über das Kocard-App-Ökosystem:
- Karte einlegen: SD- und MicroSD-Karte gleichzeitig, SD 4.0-kompatibel – beide Slots werden simultan gelesen.
- Triple Backup starten: Kocard-App initiiert bis zu drei Kopien mit Hash-Verifikation. Kein Laptop nötig.
- Komprimieren / Transkodieren: Die SSD unterstützt On-Device-Medienkompression und -transkodierung für schlankere Preview-Dateien.
- Cloud-Upload: Direkt über die Kocard-App an Remote-Collaborators oder ins Team-Cloud-System.
- Weiterarbeiten: Dank 100-W-PD-Pass-through lädt das Gerät gleichzeitig deinen Laptop oder dein Smartphone – kein separater Charger nötig am Set.
Das Gerät macht dabei keinen Treiber nötig – plug-and-play, egal auf welchem Betriebssystem.
Der Magnetrücken: Gimmick oder echter Nutzen?

Das Magnetsystem ist das Detail, das auf den ersten Blick nach Marketing klingt – auf den zweiten aber ziemlich sinnvoll ist. Run-and-Gun-Setups leben davon, dass möglichst wenig zwischen Kameramann und Motiv liegt. Die SSD am Smartphone zu parken, während man Cards ausliest, ist eine Hand frei, eine Kabel-Verhedder-Situation weniger. SmallRig positioniert das explizit für Smartphone-Videografen und Solo-Operators, die direkt nach dem Take offloaden wollen, ohne die Kameratasche zu öffnen.
Ob der Magnet mit MagSafe-kompatiblen Hüllen harmoniert oder eigene Mounting-Lösungen braucht, dazu macht SmallRig bislang keine öffentlichen Angaben.
Einordnung: Was das Gerät von einer Standard-SSD unterscheidet
Portable SSDs gibt es viele – von Samsung T9 bis LaCie Rugged. Was SmallRig hier baut, ist kein einfaches Speichergerät, sondern ein Daten-Hub. Die Kombination aus Kartenleser, Backup-Software, Hash-Verifikation und Ladefunktion in einem Gerät zielt direkt auf den Markt der Set-DIT-Workflows und kleinen Produktionsteams. Bisher erforderte ein vergleichbarer Setup mehrere Geräte: Kartenleser, externe SSD, Laptop mit Backup-Software, Powerbank.
Positiv formuliert: Das ist ein Gerät, das echte Workflow-Probleme löst, nicht nur Specs auf ein Datenblatt schreibt. Der Preis von 249 CHF (≈ 269 €) für die 1-TB-Variante ist dabei nicht billig – aber im Kontext eines professionellen DIT-Setups durchaus vertretbar, wenn man bedenkt, was man sonst an Einzelteilen zusammenkaufen müsste.
Offen bleibt, wie robust der Magnethalt im Gelände ist, wie gut die Kocard-App nach Ablauf der sechsmonatigen Testmitgliedschaft bezahlt werden muss, und ob das Transkodier-Feature echte Qualität liefert oder nur für Preview-Proxy-Files taugt. Das wird erst ein längerer Praxistest zeigen.
Verfügbarkeit und Preise
SmallRig nimmt aktuell Vorbestellungen direkt auf der Produktseite entgegen. Liefertermin ist Stand Redaktionsschluss nicht kommuniziert. Die SSD ist in zwei Kapazitäten erhältlich:
- 1 TB: 249 CHF (≈ 269 €) – inkl. 6-monatiger Kocard-App-Mitgliedschaft
- 2 TB: 457 CHF (≈ 494 €) – ebenfalls mit Kocard-Membership
Wer auf dem Set professionell mit Datensicherung arbeiten will und sich fragt, wie man Backup-Workflows und Kamera-Know-how sinnvoll verbindet, findet bei uns praxisnahe Grundlagen in den Kamerakursen von Studio 1.
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