Sony FX5 statt FX3 Mark II: Der überraschende «Mini Venice» kommt im Juli 2026
Alle rechneten mit einer FX3 Mark II — Sony überrascht die Cinema-Welt mit der Sony FX5 Mini Venice. Was steckt hinter dem Gerücht und was bedeutet das für die Cinema-Line-Hierarchie?
Das Wichtigste in Kürze
- Sony kündigt laut exklusivem Bericht von SonyAlphaRumors die neue FX5 für die zweite Julihälfte 2026 an — keine FX3 Mark II.
- Die FX5 soll einen neuen Global Shutter Sensor erhalten, der besser sein soll als der im Sony A9 III.
- Erstmals in Sonys kompakter Cinema Line: Open Gate 5K (3:2) — ein Feature, das Sony jahrelang kategorisch abgelehnt hatte.
- Das Gehäuse übernimmt Venice-Bedienphilosophie: Profi-Buttonlayout, modularer Aufbau mit XLR-Handle, externem EVF und SDI-Anschluss.
- Das Rätsel um den Aufsatz auf dem Blitzschuh ist gelöst: Die FX5 bekommt einen optionalen, abnehmbaren und schwenkbaren EVF — montiert belegt er allerdings den Multi Interface Shoe, der dann nicht mehr für Audio-Zubehör frei ist.
- Offizieller Preis bislang unbekannt; die jüngste Leak-Schätzung nennt rund 6’999 USD (≈ 6’444 CHF / ≈ 6’959 €) — deutlich über der FX3 (Einführungspreis ca. 3’900 USD).
Die Gerüchteküche brodelte seit Monaten. Wer ein Sony FX-Kamera-Forum, einen Kamera-YouTube-Kanal oder einen einschlägigen Reddit-Thread geöffnet hat, kannte eigentlich nur eine Frage: Wann kommt die FX3 Mark II? Sony hatte die FX3 seit ihrem Launch im Februar 2021 kaum angerührt — lediglich die FX3A mit verbessertem Display folgte im Mai 2025. Währenddessen zog Canon mit der EOS R6 V und dem EOS C50 vorbei, Nikon brachte die ZR. Und Sony? Schweigen. Bis jetzt. Denn das, was SAR-Gründer Andrea Pizzini am 23. Juni 2026 publizierte, ist keine FX3-Neuauflage — es ist mit der Sony FX5 ein kompakter «Mini Venice», der ein ganz anderes Kino eröffnet.
Die Überraschung: Sony FX5 Mini Venice statt FX3 II
«While everyone else was convinced that a new FX3 II was on the way, I can now confirm through trusted sources that Sony will announce a new Sony FX5 in July!» — so beginnt der Exklusivbericht auf SonyAlphaRumors. Das ist kein schlechtes Gerücht aus einer unklaren Quelle, sondern ein Bericht aus «trusted sources» des Portals, das die Sony-Szene seit Jahren zuverlässig beliefert.
Warum überrascht das so sehr? Weil die Community die letzten Monate damit verbracht hat, über Sensorspezifikationen einer hypothetischen FX3 Mark II zu diskutieren — 16 Megapixel partially stacked, 33 Megapixel, Global Shutter ja oder nein. Chinesische Zertifizierungsdatenbanken (MIIT, CMIIT) hatten sogar ein Modell mit dem Prefix «ILME-FX» registriert, das viele als FX3 II interpretierten. Die Antwort war stattdessen: eine komplett neue Modellnummer. Und ein komplett anderer Ansatz.
Was die FX5 können soll — bestätigte und unbestätigte Specs
Die technischen Details kommen aus mehreren unabhängigen Quellen, die sich gegenseitig bestätigen. Hier der aktuelle Stand der Recherche — mit klarer Trennung zwischen gesicherten Meldungen und Einschätzungen:
| Feature | Status | Details |
|---|---|---|
| Global Shutter Sensor | Bestätigt (Gerüchte) | Neuer Sensor, besser als im A9 III — höhere Dynamik, besseres Rauschen |
| Open Gate 5K (3:2) | Bestätigt (Gerüchte) | Volle Sensorfläche ausgelesen, ohne fixes Seitenverhältnis |
| Sensorauflösung | Bestätigt (Gerüchte) | 16 MP, vollständig gestapelt (fully stacked) — passend zu 5K Open Gate 3:2 |
| Abnehmbarer EVF | Bestätigt (Gerüchte) | Optional, abnehmbar und schwenkbar; sitzt auf dem Multi Interface Shoe — Auflösung noch unbekannt |
| Triple Base ISO | Bestätigt (Gerüchte) | Drei Basis-ISO-Stufen — mehr Flexibilität bei wechselnden Lichtsituationen |
| X-OCN LT intern | Bestätigt (Gerüchte) | Internes RAW-Recording im X-OCN-LT-Format — bisher Venice und Burano vorbehalten |
| False Color | Bestätigt (Gerüchte) | Professionelle Belichtungskontrolle direkt in der Kamera |
| Venice-Bedienkonzept | Bestätigt (Gerüchte) | Profi-Buttonlayout, Venice-Menüstruktur, professionelles Gehäuse |
| Modularer Aufbau | Bestätigt (Gerüchte) | XLR-Handle, externer EVF, SDI-Anschluss nachrüstbar |
| Gehäusegrösse | Bestätigt (Gerüchte) | Minimal grösser als FX3, kompakter als traditionelle Cine-Kameras |
| Preis | Unbestätigt | Leak-Schätzung: ca. 6’999 USD (≈ 6’444 CHF / ≈ 6’959 €) — deutlich über der FX3 |
| Ankündigungsdatum | Zweite Julihälfte 2026 | Exklusivbericht SonyAlphaRumors, bestätigt via mehrere Quellen |
Rätsel gelöst: Der abnehmbare Schwenksucher
Ein Detail hat die Community zuletzt besonders beschäftigt: Auf einem geleakten Bild, das am 3. Juli auf SonyAlphaRumors auftauchte, war ein mysteriöser Aufsatz auf dem Blitzschuh der FX5 zu erkennen. Jetzt ist das Rätsel gelöst: Es handelt sich um einen optionalen, abnehmbaren und schwenkbaren EVF — einen elektronischen Sucher, der sich direkt am Kameragehäuse montieren und wieder entfernen lässt. Für alle, die bei der FX3 immer wieder den fehlenden Sucher vermisst haben, dürfte das die wohl beste Nachricht der bisherigen Gerüchterunde sein.
Die Flexibilität ist das eigentliche Argument: Wer den Sucher nicht braucht — etwa auf dem Gimbal oder bei kompakten Run-and-Gun-Drehs — lässt ihn einfach weg. Der schwenkbare Mechanismus ermöglicht zudem verschiedene Blickwinkel, ein klarer Komfort-Vorteil gegenüber einem fest verbauten Sucher.
Der Haken: Sobald der EVF montiert ist, belegt er den Sony Multi Interface Shoe vollständig. Externe Audio-Zubehörteile — etwa drahtlose Empfänger oder Mikrofon-Adapter, die über diesen Shoe kommunizieren — lassen sich dann nicht gleichzeitig nutzen. Ein klassischer Kompromiss, der je nach Drehumgebung unterschiedlich stark ins Gewicht fällt.
Die Auflösung des EVF ist laut SonyAlphaRumors noch nicht bekannt. Ob Sony hier etwas Vergleichbares wie bei der FX2 mit ihrem 3,68-Millionen-Punkte-Sucher liefert oder eine neue Lösung präsentiert, bleibt bis zur offiziellen Ankündigung offen.
Global Shutter: Weshalb das diesmal anders ist
Sony hat mit dem A9 III den ersten Global-Shutter-Sensor in einer Vollformat-Spiegellosenkamera verbaut. Die Resonanz war gespalten: Der Sensor lieferte zwar rolling-shutter-freie Aufnahmen, aber die Dynamik blieb hinter klassischen BSI-Sensoren zurück, und das Basis-ISO war ungünstig. Für Sportfotografen war das kein Thema — für Cinematografen sehr wohl.
Laut den Gerüchten ist der Sensor in der FX5 ein anderer, neuerer Chip — die jüngsten Berichte sprechen von 16 Megapixeln, vollständig gestapelt (fully stacked). Dass Sony deutlich weniger Megapixel verbaut als beim A9 III (24 MP), ist dabei kein Zufall: Ein niedrigerer Megapixel-Count bei gleichem Sensorformat bedeutet grössere Pixel — und grössere Pixel bedeuten bessere Lichtsammeleffizienz, weniger Rauschen, mehr Dynamikumfang. Das wäre der entscheidende Schritt, der den Global Shutter für anspruchsvolle Video-Anwendungen salonfähig macht.
Open Gate: Die lange verwehrte Funktion
Open Gate bedeutet, dass die Sony FX5 den gesamten Sensor im nativen 3:2-Format aufzeichnet statt nur den 16:9-Ausschnitt — und damit bricht Sony mit einer jahrelangen Verweigerungshaltung. Auf die Frage, warum Sony kein Open Gate in der FX3 verbaut, haben Sony-Manager über Jahre dieselbe Antwort gegeben — die Nachfrage sei einfach nicht da. Das war gelinde gesagt eine Fehleinschätzung. Die Konkurrenz hat es längst bewiesen: Canon bietet Open Gate im EOS C50, Blackmagic und ARRI sowieso. Mit dem FX5 dreht Sony nun offiziell bei.
Was bedeutet Open Gate konkret? Statt nur das für 16:9 zugeschnittene Bildfenster aufzuzeichnen, liest die Kamera den gesamten Sensor aus — im 3:2-Format. Das gibt dir maximalen Spielraum in der Post: Du schneidest 16:9 für Kino und Streaming, 9:16 für Instagram Reels und TikTok, 4:3 für Anamorphot-Look — alles aus einem einzigen Take. Für Creator, die heute für mehrere Plattformen gleichzeitig produzieren, ist das Gold wert.
Vom Alpha-Hybrid zur kompakten Venice: Was das bedeutet

Die FX3 war letztlich eine Alpha-Kamera im Cine-Kleid — gleicher Sensor wie die a7S III, Cinema-Farblook drüber. Das war bewusst so gewählt, und es funktionierte bestens für den Markt. Die FX5 bricht laut den Berichten mit diesem Konzept: Sie ist eine kompakte Venice, keine Alpha-Kamera mit Cine-Features.
Das hat konkrete Auswirkungen:
- Bedienung: Venice-typisches Buttonlayout und Menüstruktur statt Alpha-UI — wer auf grösseren Sets mit Venice-Crews zusammenarbeitet, findet sich sofort zurecht.
- Modularität: XLR-Module, externe EVFs, SDI — alles nachrüstbar. Das entspricht dem Cine-Workflow, nicht dem Hybrid-Fotografenworkflow.
- Hierarchie: Die FX5 verändert die Sony Cinema Line grundlegend. Zwischen der kompakten FX3/FX3A und der grösseren FX6 entsteht eine neue Kategorie — ähnlich wie Canon mit dem R6 V und dem R5C eine Grauzone zwischen Hybrid- und Cine-Kameras geschaffen hat.
FX5 vs. FX3: Was sich ändert
| Eigenschaft | Sony FX3 / FX3A | Sony FX5 (Gerüchte) |
|---|---|---|
| Sensor-Typ | BSI Exmor R, Rolling Shutter | Global Shutter (neuer Chip) |
| Auflösung (Video) | 4K bis 120 fps | 5K Open Gate (3:2), voraussichtlich bis 120 fps |
| Open Gate | Nein | Ja (5K, 3:2) |
| Bedienkonzept | Alpha-UI mit Cine-Anpassungen | Venice-Bedienphilosophie |
| Sucher (EVF) | Kein Sucher | Optional: abnehmbar und schwenkbar (Multi Interface Shoe) |
| Modularität | XLR-Handle, keine SDI | XLR-Handle, externer EVF, SDI |
| Gehäuse | Sehr kompakt, Alpha-Design | Minimal grösser, Cine-Design |
| Einführungspreis | 3’900 USD (2021) | Noch nicht offiziell; Leak-Schätzung ca. 6’999 USD (≈ 6’444 CHF / ≈ 6’959 €) |
| Positionierung | Einstieg Cinema Line (FF) | Zwischen FX3 und FX6 («Mini Venice») |
Wann kommt die FX5 — und was kostet sie?

Die Ankündigung soll laut übereinstimmenden Gerüchten in der zweiten Julihälfte 2026 erfolgen. Ein offizieller Preis steht noch aus. Die jüngste Leak-Schätzung aus der Community nennt rund 6’999 USD (≈ 6’444 CHF / ≈ 6’959 €) — deutlich mehr als der FX3-Einführungspreis von 3’900 USD und sogar über der FX6. Sollte sich diese Zahl bestätigen, positioniert Sony die FX5 nicht als günstigen FX3-Nachfolger, sondern als eigenständiges Profi-Werkzeug mit Venice-DNA.
Ob dieser Preis stimmt, zeigt sich erst bei der offiziellen Ankündigung. Alle hier genannten Spezifikationen und Preise basieren auf Leaks und Gerüchten; Sony hat zum Zeitpunkt dieser Aktualisierung (3. Juli 2026) noch nichts offiziell bestätigt.
Einordnung: Warum das mehr als ein Upgrade ist
Der Markt für kompakte Cinema-Kameras entwickelt sich gerade rasant. Canon hat mit dem EOS R6 V und dem C50 gezeigt, dass der Graben zwischen Hybrid-Fotokamera und Cine-Kamera schmaler wird. Nikon prescht mit der ZR vor. Sony hat auf diese Entwicklung mit der FX3A reagiert — einer Kamera, die im Kern seit 2021 dieselbe ist.
Die FX5 ist kein defensiver Schritt. Sie beschreibt eine neue Kategorie: eine Kamera, die klein genug für Solo-Creator und Doku-Teams ist, aber mit Bedienung, Anschlüssen und Workflow aus dem professionellen Cine-Universum kommt. Global Shutter bedeutet: kein Rolling Shutter bei schnellen Schwenks, kein Wackeln beim Einsatz hinter LED-Walls, saubere VFX-Platten. Open Gate bedeutet: einmal drehen, überall liefern.
Ob Sony damit den richtigen Preis findet, wird entscheidend sein. Die FX3 hatte zu ihrem Erscheinen ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Bestätigt sich die kolportierte Leak-Schätzung von rund 6’999 USD (≈ 6’444 CHF), läge die FX5 sogar über der FX6 — die mit SDI, variablem ND-Filter und 4K bis 120 fps bei rund 5’550 CHF (≈ 5’990 €) ein etabliertes Werkzeug ist. Die Diskussion wird dann weniger «FX3-Upgrade» heissen als vielmehr: Wie viel Venice braucht es im Kompaktformat?
Wer bereits in die FX3 investiert hat und keine FX3 Mark II bekommt, dem sei gesagt: Die FX3A ist nach wie vor erhältlich, und sie tut, was sie schon immer getan hat. Nur eben ohne Global Shutter und Open Gate.
Wer sich tiefer in Sony Cinema Line-Kameras einarbeiten und den Workflow von der Kamera bis zum Schnitt verstehen will — unser Kamerakurs bei Studio 1 gibt dir das nötige Handwerk, egal ob du später zur FX3, FX5 oder einer anderen Kamera greifst.
FAQ
Kommt die Sony FX3 Mark II überhaupt noch?
Stand der Recherche: Chinesische Zertifizierungsdatenbanken haben ein Modell mit dem Prefix «ILME-FX» registriert, das als FX3-Nachfolger interpretiert wurde. Mit der Ankündigung der FX5 bleibt unklar, ob eine separate FX3 Mark II noch geplant ist — oder ob die FX5 die Lücke füllt. Offizielle Angaben von Sony fehlen.
Was bedeutet Global Shutter konkret für Video-Creator?
Ein Global Shutter liest alle Pixel des Sensors gleichzeitig aus — kein Rolling Shutter, kein «Jello-Effekt» bei schnellen Kamerabewegungen. Das ist besonders relevant bei handheld-Aufnahmen, Gimbal, VFX-Platten hinter LED-Walls und Sport. Der Sensor der FX5 soll zudem eine bessere Dynamik bieten als der Global Shutter im A9 III.
Was ist Open Gate und warum ist das für Creator wichtig?
Open Gate bedeutet, dass die Kamera den gesamten Sensor im nativen 3:2-Format aufzeichnet statt nur den 16:9-Ausschnitt. Aus einer Open-Gate-Aufnahme lässt sich in der Post-Production sowohl 16:9 (Kino/Streaming) als auch 9:16 (Reels/TikTok) oder 4:3 (Anamorphot-Look) schneiden — ohne zweite Aufnahme. Die FX5 soll 5K Open Gate bieten.
Was ist das Besondere am EVF der Sony FX5?
Der EVF der FX5 ist optional und abnehmbar — du montierst ihn am Sony Multi Interface Shoe, wenn du ihn brauchst, und nimmst ihn ab, wenn nicht. Er lässt sich ausserdem schwenken. Sobald er montiert ist, steht der Shoe jedoch nicht mehr für Audio-Zubehör zur Verfügung. Die Auflösung des Suchers ist noch nicht bekannt.
Wann genau wird die Sony FX5 offiziell angekündigt?
Laut SonyAlphaRumors in der zweiten Julihälfte 2026. Ein genaues Datum hat das Portal noch nicht genannt. Die RX10 V soll bereits am 9. Juli vorgestellt werden. Eine offizielle Bestätigung von Sony steht zum Zeitpunkt dieser Aktualisierung noch aus.
Was kostet die Sony FX5?
Ein offizieller Preis ist nicht bekannt. Die jüngste Leak-Schätzung aus der Community nennt rund 6’999 USD (≈ 6’444 CHF / ≈ 6’959 €) — deutlich über dem FX3-Einführungspreis von 3’900 USD. Offizielle Preisinformationen werden mit der Ankündigung in der zweiten Julihälfte erwartet.
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