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DJI Power Auro 2000 Elite: Mobiler Strom für Drehs und Live-Produktionen

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Licht am Drehort, Drohnenakkus laden oder die Liveregie absichern: Für welche Filmproduktionen sich DJIs neue 2-kWh-Powerstation lohnt.

DJI Power Auro 2000 Elite auf einem Tisch vor einem Camper am See. Sichtbar sind drei AC-Steckdosen, USB-Anschlüsse und ein Display mit «100».
Die DJI Power Auro 2000 Elite speichert 2 kWh und liefert laut DJI bis zu 2000 W für Lampen und andere Geräte.

Am Drehort Strom zu haben, heisst mehr als eine Lampe einschalten zu können. Kameraakkus wollen geladen sein, der Laptop braucht Energie, und bei einer Live-Produktion soll die Regie auch dann weiterlaufen, wenn die Versorgung ausfällt. Die neue DJI Power Auro 2000 Elite bringt dafür 2 kWh Speicherkapazität und bis zu 2000 W Dauerleistung mit. Interessant ist für mich, wie viele Aufgaben sie in einem Gerät zusammenbringt.

Das Wichtigste in Kürze

Eine Stromquelle für den Drehort

Die Auro 2000 Elite ist laut DJI die bislang kompakteste 2-kWh-Powerstation im eigenen Programm. Gegenüber der Power 2000 ist sie 24 Prozent kleiner im Volumen und 14 Prozent leichter. Trotzdem bleibt sie mit rund 19 kg ein Gerät, das ich bewusst in die Produktion einplanen würde.

Ihr All-in-One-Aufbau ist dabei praktisch: Autolader, MPPT-Solarregler, USB-C-Kabel und SDC-Anschlüsse sitzen im selben Gehäuse. Die Anschlüsse sind auf einer Seite erreichbar. Das spart externe Module und macht den Aufbau übersichtlicher; die passenden Kabel für Auto und Solar werden separat verkauft.

Graue DJI-Drohnen liegen neben einer tragbaren Powerstation mit drei Steckdosen, Display und Anschlüssen. Auf dem Gerät steht «POWER 2000 ELITE».
Kameras, Laptops und Drohnen brauchen unterschiedliche Anschlüsse. Die Station bündelt die Stromversorgung am Drehort.

Für mich ist sie damit vor allem dort interessant, wo ein Team länger an einem Ort arbeitet: beim Interview abseits der Steckdose, am Aussenmotiv oder als Ladeplatz für die Ausrüstung. Welche Kombination aus Licht, Ladegeräten und weiterer Technik möglich ist, hängt von deren Gesamtverbrauch ab. Die Station liefert bis zu 2000 W dauerhaft.

Licht: drei Beispiele für die Laufzeit

Wie lange die Energie reicht, lässt sich zunächst aus Kapazität und Verbrauch abschätzen. Mit gerundeten 2000 Wh ergeben sich für jeweils eine Lampe bei voller Leistungsaufnahme:

Das sind ideale Rechenwerte, keine gemessenen Laufzeiten. Verluste und der Eigenverbrauch der Station verkürzen sie; eine gedimmte Lampe braucht dagegen weniger Energie. Sind weitere Geräte angeschlossen, zählen sie zur Gesamtlast dazu. Die drei Lampen sind Beispiele für die Planung, nicht die Grenze dessen, wofür sich die Station einsetzen lässt.

Rechnerische Laufzeit der DJI Power Auro 2000 Elite je Lampenklasse: Je höher die Leistung, desto kürzer der Einsatz (ohne Wandlungsverluste).
Rechnerische Laufzeit der DJI Power Auro 2000 Elite je Lampenklasse: Je höher die Leistung, desto kürzer der Einsatz (ohne Wandlungsverluste).

Die Leistungsklassen kenne ich aus meinem eigenen Lichtpark. Das kleine Nanlite-COB mit 300 Watt läuft auch mit Akku, und genau das ist für mich oft unverzichtbar; selbst mit Netzstrom bin ich flexibler, wenn ich nicht dauernd nach Steckdosen suchen muss. Das 600-Watt-Gerät von Godox setze ich nur selten ein: Für grössere Drehs bringt es enorm viel Licht, wiegt aber einiges und verlangt nach stabilen Stativen aus Stahl. Das 1200er von Aputure kommt bei mir zum Einsatz, sobald eine Szene nach Sonnenlicht verlangt, drinnen wie draussen.

Eine Reserve für die Live-Produktion

Bei einem Livestream liegt der Nutzen an einer anderen Stelle: Regie, Encoder, Netzwerk und Monitore sollen bei einem Netzausfall weiterarbeiten können. Dafür hat die Station einen UPS-Modus. DJI nennt eine Umschaltzeit auf Batterie von bis zu 0,01 Sekunden.

Vor einem wichtigen Einsatz würde ich die gesamte Signalkette mit dieser Umschaltung prüfen: Bleiben alle benötigten Geräte an, und läuft die Übertragung weiter? Das ist für die Produktion die entscheidende Frage. Die angegebene Umschaltzeit allein beantwortet sie noch nicht.

Ein Aufbau mit angenommenen 300 W Gesamtverbrauch käme mit 2 kWh rechnerisch auf rund 6 Stunden 40 Minuten, vor Verlusten. Als Reserve für einen kürzeren Stromunterbruch kann das viel Spielraum geben. Ich würde die für die Übertragung nötige Technik gezielt absichern und überlegen, ob das Licht dieselbe Reserve beanspruchen soll. Zusammen dürfen die Verbraucher die 2000 W Dauerleistung nicht überschreiten.

Akkus laden und unterwegs Energie nachfüllen

Auch ohne grosse Lampen kann eine mobile Stromquelle nützlich sein: als Ladeplatz für Kamera- und Drohnenakkus oder für den Laptop zwischen zwei Aufnahmen. Das eingebaute USB-C-Kabel liefert bis zu 140 W. Mit passenden SDC-Schnellladekabeln lassen sich unter anderem Akkus der DJI Mavic 4 Pro, Air 3 Serie und Matrice 4 Serie laden. Die Kabel und die Kompatibilität gehören bei der Zusammenstellung zur eigenen Ausrüstung dazu.

DJI-Drohne auf der DJI Power Auro 2000 Elite, davor drei Akkus.
Die SDC-Anschlüsse machen die Station auch zum Ladeplatz für Drohnenakkus. Das DJI-Schnellladekabel ist Zubehör.

Für mehrtägige Produktionen ist das Nachladen interessant. Am Netz nennt DJI bis zu 2000 W Eingangsleistung und rund eine Stunde von leer auf 80 Prozent. Im Auto sind über das separat erhältliche Kabel bis zu 400 W bei 12 V beziehungsweise bis zu 600 W bei 24- oder 48-V-Systemen möglich. Wie viel tatsächlich ankommt, hängt auch von der Lichtmaschine ab.

Über beide SDC-Anschlüsse kann die Station insgesamt bis zu 1200 W Solarleistung aufnehmen. Auto- und Solarladung lassen sich zudem kombinieren. Welche Variante sich am Dreh lohnt, hängt vom Transport und den Pausen zwischen den Einsätzen ab: Im Fahrzeug nachladen ist ein anderer Ablauf, als Solarpanels am Motiv aufzustellen.

Für wen lohnt sich die Auro 2000 Elite?

Ich sehe ihren Platz bei Teams, die eine gemeinsame Stromquelle für mehrere Aufgaben brauchen: Licht am Motiv, geladene Akkus für den nächsten Einsatz und eine Reserve für die Live-Technik. Wer mit dem Fahrzeug unterwegs ist und die Station am Drehort stehen lassen kann, dürfte eher von ihr profitieren als jemand, der lange mit der gesamten Ausrüstung zu Fuss geht.

Für eine einzelne kleine Kamera oder eine ohnehin mit Akku betriebene Leuchte kann eine kleinere Lösung ausreichen. Umgekehrt braucht viel Dauerlicht auch viel Energie: Die hohe Ausgangsleistung ersetzt keine unbegrenzte Laufzeit. Ich würde deshalb vor einer Anschaffung den eigenen typischen Aufbau zusammenzählen und die benötigte Einsatzdauer danebenstellen.

Die DJI Power Auro 2000 Elite ist seit dem 28. Oktober 2026 erhältlich. Ein Schweizer Preis ist in den vorliegenden DJI-Unterlagen nicht genannt. Zur Kaufentscheidung gehören deshalb auch die Preise der benötigten Kabel und die Frage, ob Mieten für gelegentliche Einsätze genügt.

Mein Fazit: Interessant ist die Station als mobile Versorgung für die ganze Produktion. Die Frage lautet nicht nur, wie lange eine bestimmte Lampe leuchtet, sondern welche Arbeit am Drehort oder in der Liveregie mit dieser Energie möglich wird. Das Zusammenspiel von Kamera, Licht und Ton steht auch in unseren Kamerakursen im Mittelpunkt.

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