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iPhone 13 Pro

Smartphone

Das iPhone 13 Pro macht besonders für Videoaufnahmen einen grossen Schritt. Brauchst du die neuen Features wirklich? Hier die wichtigsten Facts und ein Vergleich zum iPhone 13 Pro Max.

iPhone 13 Pro vs. Pro Max

Wie bei den Vorgängern kannst du dich entscheiden zwischen einer Pro und einer Pro Max-Version auswählen. Die Unterschiede liegen in der Grösse, der Auflösung des Bildschirms und bei der Batterielaufzeit.

iPhone 13 ProiPhone 13 Pro Max
Grösse147x71x7.6 mm (Höhe, Breite, Tiefe)161x78x7.65 mm (Höhe, Breite, Tiefe)
Gewicht203 g238 g
Bildschirm6,1″ OLED6,7″ OLED 
Bildschirmauflösung2532 x 1170 Pixel2778 x 1284 Pixel
Batterielaufzeit
(bei Videowiedergabe)
bis 22 Stundenbis 28 Stunden

Das iPhone 13 Pro schliesst näher an das iPhone Pro Max an. Neu sind bei der Pro und Pro Max-Version sämtliche Kameras identisch. Wenn du das grössere Display nicht brauchst und auf die längere Batterielaufzeit verzichten kannst, dann bist du mit dem Pro wohl besser bedient. Und es passt auch besser in die Hosentasche.

Die Highlights des iPhone 13 Pro und Pro Max

Besonders für Videoenthusiasten hat Apple einige äusserst interessante Features eingebaut:

Kinomodus

iPhone 13 Pro im Kinomodus

Ab Herbst kommt er auf alle iPhone 13: der Kinomodus für Videoaufnahmen mit geringer Schärfentiefe. Der Porträtmodus, der mit künstlicher Intelligenz den Hintergrund unscharf gestaltet, wird damit auch bei Videos möglich. Spannend ist, dass du den Fokus auch nach der Aufnahme anpassen kannst. Gut möglich, dass diese Funktion als Game-changer in die Geschichte eingeht – auch wenn sie nicht ganz neu ist. Der Kinomodus wird vorerst nur in HD und bis 30p verfügbar sein.

Schau dir «Whodunnit» an, das mit dem Kinomodus aufgenommen wurde:

Aufnahme in ProRes

Ab Herbst kannst du mit den Pro-Versionen Videos in ProRes aufnehmen. Dabei handelt es sich um ein Aufnahmeformat für Profis, mit dem Kontrast- und Farbanpassungen viel umfänglicher möglich sind. Kommt dazu, dass der Computer damit im Schnitt weniger beansprucht wird, da der Codec jedes Frame einzeln speichert.

Der Nachteil: Die Filegrössen werden mit ProRes deutlich grösser. Benötigte eine Minute 4K 25fps Video mit dem bisherigen H.265-Codec 190 MB, füllt man den Speicher für dieselbe Zeitspanne mit Prores mit 6 GB 😬.

Apple ProRes Logo

Kameras

Das Weitwinkel-Objektiv (1x) kann nun auf minimal 2 cm fokussieren. Dies funktioniert auch im Videomodus, in Zeitraffer und Zeitlupe. Wenn du Makroaufnahmen liebst: Du wirst dieses Feature lieben!

Die Weitwinkelkamera verfügt über eine grössere Blende (ƒ/1.5) und einen grösseren Sensor. Neu kann sie im Nachtmodus Porträts schiessen mit Hilfe des LiDAR-Scanners.

Die Ultraweitwinkelkamera (0.5x) erhält ebenso einen neue lichtstärkere Linse (ƒ/1.8) und einen schnelleren Sensor mit einem exakteren Autofokus.

Das Tele-Objektiv hat einen optischen 3-fach Zoom. Damit kannst du weitere entfernte Objekte mit deutlich besserer Qualität aufnehmen. In Kombination mit den anderen beiden Kameras ergibt dies total einen 6-fachen Zoombereich. Diesen zusätzlichen Zoom-Faktor im Telebereich wird viele freuen!

Sowohl das Tele- wie auch das Weitwinkel-Objektiv sind nun optisch stabilisiert – und zwar beim iPhone Pro wie auch beim Pro Max. Das hilft, Kamerawackler zu minimieren.

Das Tele arbeitet neu auch im Nachtmodus.

Kameras des iPhone 13 Pro

Speicher

Wenn du mit ProRes drehen möchtest, solltest du nicht mal daran denken, die kleinste Speichergrösse von 128 GB zu wählen. Die würde dir gerade mal 20 Minuten Aufzeichnung ermöglichen. Gut, knackt Apple beim besten Modell zum ersten Mal die Terabyte-Grenze. Wenn du eher längere Filmsequenzen filmst, macht diese Option bestimmt Sinn!

Display

Das iPhone Pro und Pro Max verfügen im Gegensatz zu den Standard Modellen über das sogenannte ProMotion. Damit erreicht das Display eine Wiederholrate von bis zu 120 Frames in der Sekunde. Dies ist für Video nicht relevant, aber macht die Nutzererfahrung im Allgemeinen angenehmer. Besonders werden sich die Gamer freuen.

Damit das Display auch im grellen Sonnenlicht besser lesbar ist, leuchtet es im Vergleich zum Vorgänger bis zu 25% heller. Mit 1000 Nits befinden wir uns noch nicht im Profibereich, denn da werden für Ausseneinsätze Displays eingesetzt mit mindestens 2000 Nits.

Sämtliche iPhones 13 erhalten zudem den sogenannten Ceramic Shield. Adieu Bildschirm-Kratzer? Wir werden sehen!

Chip

Besonders der Kinomodus braucht extrem viel Hirnleistung. Deshalb verbaut Apple einen Chip mit deutlich schnellerer Rechenpower. Dies kommt sicher auch anderen Anwendungen zu Gute!

Preis

Die iPhones sind generell kein Schnäppchen. Das iPhone 13 Pro startet bei CHF 1129.- (128GB) und landet in der 1 TB-Version bei CHF 1731.-. Beim iPhone Pro Max wandern in allen Varianten ca. CHF 100.- zusätzlich über den Ladentisch.

Fazit

Das iPhone 13 Pro wie auch das Pro Max ist besonders für Filmer interessant: Ein grösserer Zoom-Range, der Kinomodus und die ProRes-Aufzeichnung machen Aufnahmen möglich, die vorher den (semi-) professionellen Kameras vorenthalten waren. Beachte aber: Im Kinomodus werden Unschärfen hauptsächlich rechnerisch erzeugt. Die aus dem Porträtmodus bekannten Probleme, dass gewisse Bildteile falsch berechnet werden, verschwinden (noch) nicht.

Die Verbesserungen der Sensoren und Linsen helfen, die Qualität in Low-Light-Aufnahmen zu verbessern. Eine Konkurrenz zu Kameras wie FX3 oder A7S3 von Sony ist das neuste Apple-Smartphone in dieser Hinsicht aber noch lange nicht.

Sehr gern geht der Ton vergessen. Deshalb hier zum Schluss und mit Nachdruck: Wenn du guten Ton zum Video aufnehmen willst, dann gibt’s keine Alternative zu externen Mikrofonen. Und plötzlich wird einem wieder bewusst, dass das Set dann doch nicht viel kleiner – geschweige denn günstiger – ist als eine aktuelle Systemkamera wie eine Sony ZV-E10.

Trotzdem muss man feststellen, dass das iPhone mittlerweile kein Spielzeug ist, das auch noch Videos drehen kann. In der Pro-Version gibt’s viele Features, die hochwertige Aufnahmen erlauben. Davon profitieren nicht nur Naturfilmer, sondern auch Content Creators und Corporate Video-Produzenten. Und solche, die zwischendurch schöne Videos drehen wollen. Denn das beste Gerät ist, welches man dabei hat!

Falls du Interesse hast, professionelle Videos mit Smartphones zu produzieren, dann empfehlen wir dir diesen Kurs.

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